Mittwoch, 17. Oktober 2007

Molotov / Oktoberfest / Umiri





Entschuldigt bitte, dass ich solang nichts mehr geschrieben hab ... hatte in letzter Zeit nicht soviel Freizeit, hab mich nämlich im Fitness Studio „FFLEX“ angemeldet (120 Pesos im Monat = 12€) und da wir bald mit der Schule auf der Straße tanzen (traditioneller bolivianischer Tanz mit dem Namen „Tobas“ (? Ich hoffe, ich hab das jetzt richtig geschrieben, aber so wird’s zumindest ausgesprochen) tanz ich jetzt oft mit meinen Klassenkameraden.
Am Freitag, dem 12.10., war ich mit meinen Boli Freunden auf dem „Molotov“ – Konzert. Das ist ne Rockband und im Fußballstadium waren mindestens 5 000 Leute, die die Texte wie verrückt mit geschrieen haben und „Mosh“ gemacht haben. Ich meinte ja schon mal am Anfang, dass das hier manchmal so aussieht, als ob das ne Schlägerei wäre, aber es ist „Mosh“, da schubsen sich die ganzen Leute nur immer voll brutal durch die Gegen ... na ja anderes Land, andere Sitten!
Am Samstag war ich dann aufm Oktoberfest, ja es gibt hier tatsächlich ein Oktoberfest, natürlich im „Club Aleman“. Das war echt strange, also erstmal waren alle größer als man selber, was hier sonst eigentlich nicht normal ist; dann hatten alle blonde Haare und helle Augen und haben Deutsch gesprochen. Zum Essen gabs so was wie Leberkäse, Gulasch, Schwarzwälder Kirschtorte etc. Außerdem haben Schüler von der Deutschen Schule hier in La Paz in Dirndl und Lederhose bayrische Volkstänze getanzt ... das war echt irgendwie voll Heimat!

Am Sonntag war ich mit der ganzen Familie, also so ca. 30 Leuten in Umiri, das ist ein Ort, wo es heiße Quellen gibt. Die Fahrt war ziemlich lang und die letzten 1 ½ Stunden gings auf Hoppelwegen durch die Berge, aber die Aussicht war fantastisch und als wir dann da waren, waren die heißen Quellen ECHT heiß! Daneben gab es auch ein Hotel, wo es Essen gab und wir hatten sogar ein Zimmer mit riesigen Bad (mit großer, tiefer, blau gekachelter und gestufter „Badewanne“), wo ich später mit Anael und Andrea noch war und wir haben mindestens zwei Stunden gequatscht; war echt mal erholend, ist aber auch ein „Spa“ – Hotel.
Nächste Woche am Samstag ist bei mir in der Schule „Dia de la Familia“, deshalb müssen wir im Moment voll viel organisieren. Ein paar tanzen Salsa bei uns und ein paar wollten, dass ich „Miss Ecologia“ werde (weil grad „ano de la ecologia“ ist) und ich hatte auch einfach mal ja gesagt, doch diese Miss repräsentiert den jeweiligen Kurs und ich ja mal voll nicht! Deshalb ist es jetzt eine andere. Die muss dann am Samstag die ganze Zeit als Pflanze oder Frucht oder so rumlaufen ... eine andere „Tradition“ beim „DdlF“ ist, dass einige Mädchen als Jungen und einige Jungen als Mädchen kommen. Das wird bestimmt lustig.
Bilder kommen so schnell wie moeglich, pc steikt mal wieder

noch n paar Bilder

Meine Supergeilen Schwestern!
Nicht das ich es gewollt haette diese dumme kappe aufzuziehn, deshlab auch mein gesicht, wie es ist!
SISTAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAASSSSSS

Samstag, 29. September 2007

Meine letzten Wochen/Cumbia

Ich und Tania mit Schuluniform



Entschuldigt bitte, dass ich solange (mal wieder, jaja ich weiß) nichts geschrieben hab!
Erste Woche: Eigentlich ist nicht aufregendes passiert; ich war oft nachmittags in dem Haus von Jouni, dem Finnen, mit all meinen Freunden aus der Klasse. Und ich weiß auch nicht, aber Bolivianer stehen voll auf Horrorfilme, d.h. dass ich jetzt alles von „Saw 1-3“ über „Dog Soldiers“ bis zu 28 Weeks Later“ kenne, aber meine Lieblingsfilme werden das nie! Aber ist trotzdem immer cool, die mit allen auf Spanisch (ich versteh eigentlich schon fast alles *stolz*) zu gucken.
Am Freitag habe ich mit Gabo, Jouni und Eri einfach so in der Stadt zu Abend gegessen, in einem kubanischen Restaurant.
Am Samstag war ein Konzert von einem aus der Tercero und er hat mich eingeladen, weil ich den ganz gut kenne, weil der auch immer im Beirut ist. Also war ich bis ca. Mitternach mit Kati und Jani auf nem echt coolen Rockkonzert; die haben zuerst selbst geschriebene Lieder gesungen, später jedoch bekanntere, wo dann alle schön laut mitgesungen haben.
Zweite Woche: Unsere Schule wird langsam immer strenger; wir dürfen jetzt zum Beispiel im Unterricht keine Musik mehr hören oder telefonieren (was davor erlaubt war) und die Schuluniform muss komplett sein: Blauer Schulpulli mit weißer Bluse darunter, besche (keine Ahnung wie man das schreibt) Hose und dunkle Schuhe. Also waren am Dienstag nicht viele Schüler in der Schule, weil irgendwas bei irgendwem fehlt. Und nach der Schule gehen immer mindestens 50 Schüler ins Sekretariat um ihr Handy oder Mp3-Player abzuholen ... hehe die Direktorin ist davon auch immer total angepisst, aber die geht während der Unterrichtszeit immer durch die Klassen und sammelt alles ein.
Am Freitag war hier „Tag der Freundschaft“. Das heißt schulfrei; also bin ich mit meinen besten bolivianischen Freunden morgens frühstücken und danach in die Stadt gegangen. Hier gibt’s Spielhöllen auch für „Kinder“, aber das ist eigentlich voll lustig da. Ganz grob: Ich weiß nicht ob ihr dieses „Tanzspiel“ kennt. Ein Monitor vor einem zeigt einem, wo man die Füße hintun soll. Oder natürlich Auto- und Motorradrennen, aber auch solche wie CS oder Basketball. Aber das, was am meisten Spaß gemacht hat, ist ungefähr so: Ein Tisch und man hat eine kleine Eisenplatte, womit man mit Hilfe seines Schiebers ein Tor „schießen“ muss. Aber die Platte ist ganz schnell und es ist echt lustig. Abends gabs dann ein großes Abendessen mit meiner ganzen Familie.
Am Samstag war ich abends mit Lena in einer Salsabar und wenn der Typ gut führen kann, kann ich das sogar ;) ... war aber voll lustiger Abend!
Am nächsten Morgen gab es wieder ein Familientreffen in dem Dorf in den Bergen. Ich war dann erstmal mit meinen Schwestern Jogurth-Eis kaufen und danach hab ich mit Anael und Andrea viele lustige Fotos gemacht. Ich hab mich auch voll lang mit irgendwelchen Verwandten von mir unterhalten, z.B. Daisy (eine Tante von mir), die echt total nett war! Aber auch sonst ist der Rest meiner Familie echt süß, klein und knubbelig. Aber ich schaff es schon, richtige Konversationen mit ihnen zu machen. Abends hab ich mit Anael „Elisabethtown“ geguckt, da sie ein total großer Fan von Orlando Bloom ist; dass ist echt ne Show, wenn die einen Film mit ihm guckt. Immer wenn er im Bild ist (also eigentlich die ganze Zeit) fängt sie voll an zu kichern und ruft immer „q lindo“ oder „guaaaapo!“ (hübsch bzw heiß); dazu haben wir Pommes mit vieeeeeeeel Mayo gegessen, weil die und ich auch total darauf stehen, mit Cola natürlich.
In der letzten Woche: Eigentlich ist nichts Besonderes passiert. Ich war viel zu Hause, da meine beiden kleinen Schwestern in dieser Woche Ferien haben, und ich nach der Schule immer was mit denen gemacht habe. Außerdem findets meine kleine Schwester Leticia immer ganz toll, wenn ich ihr abends was vorlese (ich glaub nur, weil die meine Aussprache so lustig findet ...) und ihr Lieblingsbuch ist die „Kinderbibel“ ... na dann ;)
Ach doch, am Freitag war nämlich Fototermin in der Schule für das Jahresbuch und ich glaub ich guck (wie immer) total bescheuert, aber dann auch noch mit meiner Schuluniform, die echt total hässlich und unvorteilhaft ist.
Am Samstag war ich mit Lena auf nem Cumbia-Konzert, dass ist hier eine Musikrichtung (traditionelle Musik mit Beat für Jugendliche) und das war echt beeindruckend, wie die mindestens 700 Leute dazu abgegangen sind. Ich dachte eigentlich, dass ich da nicht hinkönne, da es erst um 0:00 anfangen sollte (also ca. um 1:30h, in Wirklichkeit dann um 2h), aber meine Mutter und meine Schwester fanden das voll wichtig und haben mich fast schon dazu gedrängt, dass ich da hin gehe! War aber auch echt beeindruckend, diese Art von Kultur kennen zulernen.

Meine Familie

Meine Schwester Anael und Cousine Andrea ;) ... das ist das Bild, was noch am wenigsten albern ist!
Mein Vater mit nem kleinen ganz ganz suessen Baby, das irgendwie auch zu miener Familie gehört!
Wieder wir drei beim Familientrffen; dahinter die Familie am Volleyballspielen. Man beachte bitte meine neue Jacke in den Farben von Bolivien
Ich, miene Eltern Ana Maria und Gonzalo und Anael.
Meine superlustigen Verwandten. Recht Gabriel mit seiner Schwester (beide meine Cousins) daneben ihre eltern Daisy und Edu!

Mittwoch, 12. September 2007

fotos2




1: Nochwas Schulweg
2: in der pause aufm schulhof, da sieht man auch ein bisschen schulkleidung
3: meine freune hier; kati,janni und Lena ihrseid die besten (marlboro sind nicht von mir)

Dienstag, 11. September 2007

fotos1






1: Wohnzimmer
2:wenn man durch die tuer reinkommt
3:ichund meine cousine andrea (najadas sieht man einbisschen meinewellen)
4+5:ich bin mal denweg zu meiner schule zu fuss gegangen, und habe fotografiert

Eine Woche frei!

Diese Woche haben nur die Schüler unterricht, die in den Examen weniger als 50 Punkte erreicht haben. Aber die Lehrer haben mir gesagt, dass ich nicht kommen müsste hehe jaja ich weiß lernen und so, aber so hab ich mich lieber mit meinen Freunden gtroffen.
Am Montag hab ich erstmal ausgeschlafen! Anael musste noch ihre Einladungen für ihre Party am Samstag verteilen, deshalb sind wir noch zu ihrer Tanzschule gefahren. Danach haben wir unsere Tante noch einen Besuch abgestattet und ich habe mir in einem „spirituellen“ Bücherladen eine Kette mit einer Sonne gekauft. Abends habe ich mit Anael am Prado einen Film über die Polizei in Bolivien im Besonderen in La Paz geguckt, weil in dem zweiten Film ihre Freundin Dana mitgespielt hat. Sie war auch da mit Penelope, die auch mitgespielt hat. Die Filme waren ganz gut gemacht, weil sie so einfach/lustig waren, aber dazwischen haben die Polizeichefs immer noch ihre Kommentare abgegeben, was sehr langweilig war! Außerdem hat am Schluss noch eine echt schlechte Rockband gespielt; die Frau im Leder Mini, der Mann sah aus wie ein Vampir mit schwarzem, langem Ledermantel! Total unpassend haha
Am Dienstag hatte meine kleine Schwester Anael Geburtstag also sind wir nach m Mittagessen Kino – Simpsons, der Film – gegangen, der war vielleicht lustig, und ich hab ganz viel verstanden ... Danach waren wir bei Dumbo und haben eine „Rosa negra“ (supergeile Schokotorte) für Anael gekauft, die wir dann bei unserer Tante, die im Zentrum wohnt, gegessen haben. Die hat ein ganz süßes Baby mit leider einem unaussprechlichem Namen.
Am Mittwochmorgen bin ich mit meiner großen Schwester zu ihrer Uni gefahren, um mir das mal anzugucken. Im Minibus haben wir Lydia (eine Freundin von ihr) getroffen, die sich bei fahren mit flüssigem Eyeliner die Augen schminken konnte ... Uni war eigentlich ziemlich langweilig, aber es war beeindrucken, noch mal „richtigen“ Unterricht zu sehen. Der Lehrer hat außerdem immer markEting, statt mArketing gesagt, was die ganzen Studenten unglaublich lustigfanden. Nach m Mittagessen habe ich mich mit meinen Freunden am Prado getroffen, weil Gato für seine Freundin noch ein Geschenk kaufen musste („I Love U“ Ballon und Liebeskarte, voll süß); anschließend bin ich zu Lena und den Belgiern ins Beirut gefahren. Tanja hat sich ein Lippenpiercing machen lassen; sieht voll geil aus. Abends war ich noch bei meinem Schulfreuden und wir haben einen Film geguckt „Massaker von Texas“ ... ua der Film wäre eigentlich furchtbar gewesen, aber wir waren ungefähr 20 Leute und haben ziemlich viel gelacht.
Am Donnerstag habe ich mit meinen Freunden bei „Alexander Cafe“ (ist so was ähnliches wie Starbucks) gefrühstückt. Anschließend bin ich nach Hause gefahren, weil ich eigentlich noch mal einen Tag zu Hause bleiben wollte, aber Anael und meine Mutter sind in die Stadt gefahren um für Anael`s Party einzukaufen. Voll viele Knabbereien etc. Am Markt gabs ziemlich viel Fleisch und Anael musste dabei immer die Augen zu machen, weil sie ja Vegetarierin ist und kein Fleisch sehen kann.
Am Freitag hab ich mich mit Gabo, Jouni, Gato und Eri im Beirut getroffen. Dort hab ich auch meine Mädels getroffen: Kati hat n Augenbrauen- und Jani n Lippenpiercing! Aber ich bin früh wieder nach Hause.
Am Samstag habe ich noch was beim Vorbereiten für die Party geholfen und danach sind wir zum Friseur gefahren, um Anael eine chice Partyfrisur zu machen und ich hab mir ne Dauerwelle gemacht, ganz leicht nur leichte Wellen! Dann fing auch schon die Party an ... na ja alle waren dreizehn Jahre alt ... Andrea, meine Cousine war auch da! Dann wurds eigentlich noch ganz lustig. Naja um 10:30 bin ich mit meiner großen Schwester und ihren Freundinnen zu „Tex Mex“ gefahren, weil dort die Geburtstagsparty von Felicia, meiner Freundin aus Schweden, war. Am Sonntag hab ich geholfen aufzuräumen und hab den ganzen Tag mit meiner Familie verbracht.